Eva Flecken

Das digitale Ich – Wie analog sind wir, wenn wir digital sind?

Veröffentlichungsdatum:
September 2021
Auflage:
1. Auflage

18,00 
Enthält 7% reduzierte Mwst.

Noch nicht erschienen

Buch
Seiten:
176
ISBN:
978-3-96251-112-8
Format:
Hardcover

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Viele Veränderungen unserer Lebensbereiche schreiben wir reflexhaft der Digitalisierung zu. Wir beobachten diese Veränderungen emotionsgeladen und nur selten mit analytischer Distanz. Die Pessimisten beschwören die analogen Zeiten als die authentischen und humaneren Phasen des sozialen Lebens. Die Optimisten sehen hingegen demokratischere Zeiten, in denen die Digitalisierung allen Menschen eine Stimme gibt. Gegenseitig verteufeln wir uns als reaktionär und hinterwäldlerisch oder als naiv und technikbesessen. Gemeinsam ist uns die Sorge, dass wir den Anschluss verpassen – was sich bisweilen durchaus wörtlich verstehen lässt.

Wenn wir unsere Alltagserscheinungen genauer betrachten, stellen wir fest, dass sich die Digitalisierung längst nicht so disruptiv auf das soziale Gefüge auswirkt wie unterstellt. Tatsächlich sind viele Mechanismen bereits im analogen Miteinander angelegt. Dank digitaler Technik verstärkt sich aber die Wirkung, und unser kommunikatives Miteinander gestaltet sich extremer. Zwischen fliegenden Herzen und Kussmündern auf der einen Seite sowie schreienden Großbuchstaben und hate speech auf der anderen liegt häufig nur ein kurzes Scrollen durch die Timeline.

Daher plädiert die Autorin für einen angepassten kategorischen Imperativ: „Verhalte dich digital so, wie du auch analog behandelt werden möchtest.“

Eva Flecken

Dr., ist Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Zuvor leitete sie bei einem privaten TV-Sender die Bereiche Regulierung, Jugendschutz und Politik. Vor ihrer Zeit in der Privatwirtschaft war sie bei den Medienanstalten tätig und u.a. verantwortlich für die Bereiche Digitale Projekte und Medienpolitik. Während ihrer Beschäftigung bei einem Bundestagsabgeordneten promovierte sie an der philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema feministische Theorie, unterstützt mit einem Stipendium der FAZIT-Stiftung.