Das mongolische Paradox
Ideen aus einem Land des Globalen Südens
25,00 €
Veröffentlichungsdatum: August 2026
Auflage: 1. Auflage
Noch nicht erschienen
ISBN: 978-3-96251-269-9
Format: Hardcover
Noch nicht erschienen
Das Fundament für Entwicklung schaffen
Wie entwickelt sich ein Land, wenn der Staat versagt und der Markt kapituliert? Battumur Batsuuri spricht in diesem Fall vom doppelten Versagen. Als ehemaliger Berater der mongolischen Regierung hat er erlebt, wie Entwicklungspläne versagen, Fördergelder fehlgeleitet werden und neue Regierungen alles auf null zurückdrehen. Doch wo anfangen, wenn alles stagniert? Für den Autor ist klar, dass Fortschritt nicht per Dekret umgesetzt werden kann und Standardrezepte aus westlichen Ländern nicht helfen.
Die geopolitischen und wirtschaftlichen Besonderheiten der Mongolei ergeben sich durch die Lage zwischen China und Russland. Das sorgt für Abhängigkeiten und einen eingeschränkten Handlungsspielraum. Ohnehin ist das Land nach dem Zerfall der Sowjetunion auf der Suche nach der eigenen Identität. Anhand vieler Beispiele und einer lebendigen Erzählung zeichnet der Autor ein anschauliches Bild von der heutigen Mongolei, einem Land zwischen Vergangenheit und Moderne. Und er beschreibt Wege außerhalb des klassischen Handelns auf Ebene der Politik , die nachhaltige Entwicklungsimpulse geben können. Aus seiner Sicht braucht es zunächst Arbeit am Fundament, an einer unsichtbaren Infrastruktur, die eine Gesellschaft trägt.
Die Mongolei zählt zu den Ländern des Globalen Südens. Sie steht exemplarisch für eine Gruppe von Ländern, die die gleichen Herausforderungen zu bewältigen haben: das eigene Land weiterzuentwickeln im Schatten der Vergangenheit, unter Einfluss großer Staaten und Volkswirtschaften und unter kritischen Abwägung der Strategien des Globalen Nordens. Batsuuri möchte einen Beitrag zu einer entwicklungspolitischen Debatte liefern und aufzeigen, dass es bei Entwicklung nicht nur um Demokratie und Wirtschaft geht, sondern auch um kulturelle Verankerung.
